Wenn Sportwagen nicht mehr nach Europa kommen

Calle

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Tja, da sind Liebhaber von MuscleCar's wie wir sie sind tatsächlich eine aussterben Spezies... :confused:
Ich denke die "mediale Berichterstattung", die "tatsächliche Industrieausrichtung" und mögliche Koppelung mit politischen Landschaften sind für den Verbraucher derzeit nicht zu durchschauen. Hier ist ein derzeitiger KAUF eines Autos mit z.B. 5.0 V8 ein Lottospiel... als Liebhaber der individuellen Automobilfortbewegung sind wir einfach als "Minderheit" im Verbrennerbereich ein Auslaufmodell.
Ich habe mich bewusst dieses Jahr für mein Pony für eine vierjährige Leasinggeschichte entschieden (wenn auch leicht Verlustorientiert). Da auch ich davon ausgehe, dass sich da ab 2025 einiges ändern wird?! Somit ist eine Rücknahme einerseits gesichert und ein möglicher Wechsel (leider) zum Hybriden umsetzbar.
Von einer Umsetzung in Sachen Ausbau des öffentlichen Raumes hin zur Elektromobilität für den Individualverkehr, gerade in Berlin, will ich garnicht erst anfangen...

Vieles gesagtes ist hier absolut richtig und lässt uns USCar Liebhaber mit Tränen in den Augen in die Zukunft schauen...

Aber, sollte es eine Alternative mit Strom und Verbrenner für eine "Pony" geben, bin ich, so sie erschwinglich ist, bestimmt dabei.

Im schlimmsten Fall verändert sich die Verbraucherlandschaft von PS, Hub und Fahrwerk in Richtung Alcantara, Ambilight und mobileApp 🤪

Ich wünsche Euch derzeit viel Freude mit euren GEILEN Karren und bleibt schön GESUND

LG aus Berlin
Carsten
 
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Bastel

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Das hier ist der eigentliche Knaller:

Die EU hat in allen Neufahrzeugen Überwachungs-Software vorgeschrieben, die schon jetzt den Kraftstoffverbauch speichern. Die Daten sollen in einer noch zu bestimmenden Form nach Brüssel übermittelt werden. Die Vorgänge dazu hat FOCUS Online hier beschrieben .Die Verbrauchsüberwachung könnte als Basis für eine künftige Besteuerung aller Diesel- und Benziner-PKW nach CO2-Ausstoß und zurückgelegter Strecke dienen. Dass es derartige Begehrlichkeiten bereits gibt, zeigt eine Nachricht aus dem Mai 2020. Damals verkündete der "Sachverständigenrat für Umweltfragen", der die Bundesregierung berät, es seien "Maßnahmen unerlässlich, die eine individuelle Pkw-Nutzung unattraktiver machen". Die vorgeschlagene Lösung: Eine Art Super-Maut für alle Straßen, die sich an "Fahrtstrecke, Schadstoff-, Lärm- und CO2-Emissionen" richtet. Mit dem EU-Datensammler an Bord aller Neuwagen wäre ein wesentlicher Teil der Technik dafür schon vorhanden.


Nächstes Jahr sind Wahlen...
 

Ace

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Richtig, Carsten. Die Zeiten der großen klassischen Verbrenner neigen sich dem Ende zu. Aber ich denke auch ohne poltische Verschärfungen von Abgasnormen würde sich daran an sich nicht viel ändern.

Der Hype um Elektroautos spricht ja für sich. Die Kunden wollen in der Masse diese Autos. Taycan ist schon jetzt nach dem 911 der erfolgreichste Porsche. Auch ein Mach-E wird sich sicherlich super verkaufen. Vom ID.3 munkelt man ja schon, dass der langfristig den Golf ersetzen soll. Sobald Ladeinfrastruktur da ist und die Reichweiten passen, werden die normalen Autofahrer alle irgendwann umsteigen.

Von daher: Schärfere Abgasnormen und Co werden uns sicher einige Sportwagen auf kurze Zeit kosten. Aber langfristig sind die Hersteller sowieso alle schon dabei komplett auf Elektro umzusteigen. Auch bei den amerikanischen Autos ist klar abzusehen, dass demnächst Hybride und E führend sind. Der nächste Mustang und Challenger sind ja schon als Hybride quasi bestätigt, oder zumindest wird es Hybrid Modelle geben. Die nächste C8 Grand Sport weicht anscheinend der Hybrid-"E-Ray" und auch der Camaro könnte ein reiner Elektrosportwagen werden nach Chevys letztem Teaser.

Auch bei den Amis sollte also klar sein: Wer noch einen puren V8 haben will, sollte so fix wie möglich zugreifen. Spätestens die übernächsten Generationen werden meinem Gefühl nach keine Verbrenner mehr sein.

@Bastel:
Eine Besteuerung nach tatsächlichem Verbrauch und gefahrenen Kilometern fände ich tatsächlich gar nicht verkehrt, wenn das vernünftig anonymisiert und Datenschutzkonform ist. Dann müsste ich für die paar Tausend Kilometer Camaro im Jahr auch wirklich nur für das bisschen Schadstoffe zahlen. Aktuell spielen ja Kilometer absolut keine Rolle, was überhaupt keinen Sinn macht.
 

Slowhand

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Eine Besteuerung nach tatsächlichem Verbrauch und gefahrenen Kilometern fände ich tatsächlich gar nicht verkehrt
...da würden sich die Berufspendler sicher gern anschließen. <---- schon wieder Sarkasmus

Selbst die Agentur für Arbeit hält ja einen einmaligen Anfahrtsweg von 80km für zumutbar.
Klar, müssens ja auch nicht zahlen.
Und nein, ich glaube weder an den Weihnachtsmann noch an eine dann adäquate Entschädigung.

Um es ganz banal auszudrücken: Der "Durchschnittsfahrer" wurde als Hauptschuldiger entlarvt und soll bluten.
E- Karren, Bunte Blümchen und Umweltschutz wurden direkt vor die Werbefeldzüge gespannt.
Und es wirkt, wie die endlosen Schlangen an den Kohlekraft befeuerten Ladesäulen belegen.

Und als "Gutbetuchter" kann man auf Verbrauch,Steuer,CO2 und allen anderen Käse eh pfeifen. Wird aus der Portokasse gezahlt und basta.

Vielleicht darf man dann als Durchschnittsverdiener einem Sportwagen mal mit offenem Mund hinterherschauen.
Ach nee, besser Mund zulassen - der vergiftet uns alle.

PS:
sorry für diesen geistigen "Erguß"
 
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...da würden sich die Berufspendler sicher gern anschließen. <---- schon wieder Sarkasmus
Wenn ich mit meinem Camaro für ein paar Tausend Kilometer meine 350€ zahlen darf, während der Berufspendler für seine 40.000km mit 2,5t Hybrid SUV dank WLTP Papierwert nur 30€ zahlt, finde ich eine reale Berechnung weiterhin sinnvoll.

Natürlich muss man immer schauen, dass die die wenig haben nicht benachteiligt werden. Aber gerade das ganze Elektro- und Hybridthema bevorteilt doch nur die, die eh schon viel haben. Ein realer Verbrauch würde immerhin diesen WLTP Märchenwerten den Gar aus machen.
 

Slowhand

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Beim Thema " fetter Hybrid kostet weniger als z.B. Kleinstwagen" (oder eben unsere Spaßautos) bin ich voll bei Dir.

"WLTP- Märchenwerte" trifft den Nagel auf den Kopf.
Aber diese Art von Heuchelei kommt bei den E- Kaspern leider prima an.
 

Bastel

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"Maßnahmen unerlässlich, die eine individuelle Pkw-Nutzung unattraktiver machen"

Freie Fahrt, für reiche Bürger!
 

Slowhand

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"Maßnahmen unerlässlich, die eine individuelle Pkw-Nutzung unattraktiver machen"
Leider gibt es zu viele, die solchen Dünnschiss auch noch beklatschen.

"wo kam doch gleich der Rattenfänger her?? … aus Hameln - na ich weiß nicht..!"
 
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Die Aussage kommt aber von dem Berater für Umweltschutz, nicht von einem Politiker oder einer direkten Forderung einer Partei. Der Berater wird nur dafür bezahlt rauszufinden, wie man auf CO² Wert X kommt, erst mal völlig unabhängig der Realität. Gerade bei Focus würde ich jetzt nicht jedes Wort in dem Artikel auf die Goldwaage legen.
 

Dr.House

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Eine Abgabe nach Verbrauch wäre gerecht, da man es sowohl selbst in der Hand hat ob man ein Fahrzeug mit viel oder wenig Verbrauch kauft und auch selbst in der Hand hat wie viele km man fährt. Pendler bekommen einen großen Teil über die Steuererklärung wieder, privat gefahrene Km dahingehend aber nicht, also auch gerecht.
Mir ist ehrlich gesagt überhaupt nicht klar, was der Hubraum mit der Steuer zu tun haben könnte. Damals, in den 50ern wusste man vielleicht noch nicht wie man den realen Verbrauch einfließen lassen kann, wobei man auch damals schon alles hätte über den sprit machen können.
 

Bastel

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In den 50ern ging es nicht um den Verbrauch, sondern darum, dass nur Reiche Autos mit viel Hubraum fahren können. Entsprechend hat man dort zugelangt.
 

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seit der gestern in der EU beschlossenen Reduzierung der C02-Emissionen nicht mehr um 40%, sondern um 55% der Emissionen von 1990 wird sich das Rad gegen die Verbrenner noch schneller drehen.
Allerdings droht schon den reinen E-Autos Ungemach: man hat erkannt, das auch beim Bremsen (beim E-Auto natürlich weniger durch die Rekuperation) und normalen Fahren Abrieb und somit Feinstaub entsteht und es somit zu Fahrverboten auch für solche Autos kommen könnte.
Wie hoch ist der Abrieb beim Laufen??? Müssen wir alle in paar Jahren barfuß gehen?
 

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So ein Schwachsinn alles, aber naja lassen wir das. Was die EU angeht ist eh Hopfen und Malz verloren.
 

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Es gibt ja kaum einen Hersteller da in den nächsten Jahren noch neue pure Verbrenner in neuen Modellen rausbringen wird. Alles wird auf Hybride und Elektro umgestellt. Selbst bei AMGs sollen wohl demnächst 4 Zylinder Hybride zum Einsatz kommen.
 

Dr.House

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V6 Biturbo geht ja noch, wobei das nix mehr mit Ami zu tun hat, aber ist immerhin performant.
 

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Macht ja nix, dafür schon ab 1500umin volles Drehmoment (wobei beim Ford sicher nicht).
Nen Sauger wirst du künftig nur noch bei den Asiaten im hybrid mit atkinsonzyklus finden.
 

Bosewitzer

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ist zwar off topic, aber so nebenbei fahre ich noch einen 3,5 l EcoBoost F150 mit 375 PS und 620 NM.... etwas mehr hat der Raptor auf gleicher Blockbasis und der Ford GT hat auch diese Basis, natürlich mit um die 600PS. Was ich anmerken wollte: wenn man es darauf anlegt, ist man mit dem leer immerhin 2,7 t wiegenden F 150 dermaßen schnell im Antritt, das macht schon Freude und bei anderen Verkehrsteilnehmern erstaunte Augen. Wenn im neuen Mustang, der immerhin ca. 1 t weniger wiegt, einen modifizierten Raptor-Motor implantiert, wage ich zu behaupten, das der alle Sauger-V8, egal ob Mustang, Camaro oder Challanger sowas von nass macht und dafür noch sparsam zu fahren wäre, wenn man das möchte....Aber wahrscheinlich sind in 3...4 Jahren auch 6 Zylinder mit 3,5l Hubraum so verpönt, ach was solls.
 
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