Auch wenn es viele Bestreiter davon gibt, so empfiehlt jeder Hersteller, dass man sein brandneues Auto ungefähr die ersten 1.000km einfährt, bevor man den Wagen unter Volllast bewegt. In einer Q&A Runde im US Corvette Forum hat sich der Chevrolet Corvette Chief Engineer Tadge Juechter dazu ganz klar geäußert: So müsse jedes General Motors Auto und nicht nur die Corvette die ersten 500 Meilen eingefahren werden.

"Alle Maschinen, die bewegliche Teile haben, egal ob sie Punktkontakt haben, eine Rotationsschnittstelle oder gegeneinander gleiten, werden mit der Zeit 'einfahren'", erklärt er. "Das bedeutet, dass unabhängig vom Herstellungsprozess zwei aneinander gleitende Teile ihr eigenes Gleichgewicht finden werden". Jüchter fährt fort, dass die Teile "die Oberflächenstruktur der anderen Teile verfeinern, bis sie einen stabilen Zustand erreichen". Dadurch werden Dinge wie Vibrationen, Lärm und allgemeinen Verschleiß reduzieren.

Gerade von der C7 habe man da negatives Verhalten der Käufer wahrgenommen. "Wir haben zu viele Videos von Leuten, die direkt neben dem Händler dann ein Burnout vollziehen oder auf einer Rennstrecke mit fast null Meilen Länge auftauchen", so Jüchter. "Wenn man einen grünen und kalten Motor auf das maximale Drehmoment und die maximale Drehzahl bringt, kann dies zu unerwünschten Verschleißerscheinungen führen, die den Motorbetrieb langfristig beeinträchtigen können."

Juechter sagte auch, ein solches Verhalten koenne den Rest des Antriebsstrangs beeinflussen, einschliesslich des Getriebes und des Differentials. Er sagte sogar, dass einige Kunden zum Haendler zurueckgekehrt seien und sich über Getriebe- und Differentialgeraeusche beschwert haetten, nachdem sie sich nicht an die vorgeschlagenen Einbruchsrichtlinien gehalten haetten.

Für die C8 Corvette will Chevrolet daher negative Einflüsse durch zu früher ausfahren begrenzen. Deswegen hat man sich dazu entschieden das Drehmoment der C8 Corvette in den ersten 500 Meilen zu begrenzen.

"Wir haben uns für die ersten 500 Meilen entschieden, das maximale Drehmoment im ersten und zweiten Gang zu begrenzen", erklärt Jüchter. "Die Drehmomentreduzierung beträgt etwa 25 bis 30 Prozent, je nachdem, welche Übersetzung (Standard oder Z51) und welcher Gang gewählt wurde." Die Motordrehzahl und die Redline sind dagegen nicht begrenzt.

"Die Drehmomentreduzierung begrenzt also das Schlimmste eines möglichen Einbruchsverschleißes, aber sie ist kein Allheilmittel. Wir werden unsere Kunden weiterhin bitten, sich auf den ersten 500 Meilen von der maximalen Drehzahl und dem maximalen Drehmoment fernzuhalten. Wir wissen, dass es schwer ist, geduldig zu bleiben, wenn eine solche Leistung zur Verfügung steht, aber es wird sich langfristig auszahlen"



Aces Avatar
Ace antwortete auf das Thema: #1 3 Wochen 5 Tage her
Ja genau, nur die ersten beiden Gänge. Für die USA sind damit können damit die meisten schon mal nicht mehr bis in den Begrenzer legal bis zum Speedlmit beschleunigen.

Klar, Einfahren wäre auf einem freien Track sicherlich ideal. Gerade das ganze Stop & Go oder längere Zeit in tiefen Drehzahlen vor sich hin rollen ist zum Einfahren an sich auch nicht perfekt.

Wäre ja fast eine Marktlücke: Fremde Autos ideal auf dem Track einfahren :D
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TL_Alex antwortete auf das Thema: #2 3 Wochen 5 Tage her
Aber nur in Gang 1 und 2?
die Irren auf der Rennstrecke und die auf der AB werden dadurch aber weniger davon abgehalten.
1/4 Meile vielleicht, so sie denn um die Drosselung wissen.

Am besten fährt man so einen Motor, so finde ich, immer noch auf der Rennstrecke ein, freies fahren langsame Gruppe, kein Vollgas und keine Maximal Drehzahl. Dann gibt es nicht s besseres für einen Motor.
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